22 Mai, 2015

Rom Tour

Salve!

Nachdem Rom heuer sehr beliebt ist und Birgit und Sepp schon im April beim Rom-Marathon waren machten sich in den Morgenstunden des 4. Mais 6 Justizwachebeamte und ein eingeladener Externer auf den Weg nach Süden. Am ersten Tag ging es über Radlpass, Slowenien und die Abtei in Kärnten bei mäßigem Gegenwind nach Tarvis (220km).

Auf der  gedachten Erholungsetappe am 2.Tag durchs Kanaltal kam der Wind so richtig von vorne – „Wos hot denn der Franziskus gegen uns?“-waren die ersten Kommentare- aber nach einer ausgezeichneten Prosciutto-Jause in San Daniele und einer Cappuccino- Rast im wunderschönen Portogruaro ging es mit einem flotten Finale nach Caorle an die Adria (170km).

Tag 3 stellte uns wie fast erwartet auf navigatorische Herausforderungen und so kam es zu den ersten gewollten (um den Stadtverkehr zu vermeiden) und ungewollten Zusatzkilometern. Nach 250 km mit Steuerkurs West, einer idyllischen Südumfahrung von Vicenza mit unzähligen Akazienbäumen in voller Blüte und einem Zickzackkurs aus Verona heraus kamen wir doch etwas erschöpft in Cavalcaselle knapp vor dem Gardasee an.

Auf der Königsetappe am 4. Tag querten wir die Poebene, ehe es östlich vorbei an Parma Richtung Appenin ging. Nach 130 relativ flachen Kilometern wartete endlich der schon ersehnte Anstieg auf den Passo del Lagastrello. Die Berge präsentierten sich in üppigem Grün und wir genossen die Auffahrt und noch viel mehr die über 20km lange selektive Abfahrt runter ans Mittelmeer, wo wir vorbei an La Spezia und Carrara (berühmt aufgrund des Marmors) den Tag in Massa  nach 260 km ausklingen ließen.

Mit einem für italienische Verhältnisse außergewöhnlichem Frühstück auf einer herrlichen Dachterrasse starteten wir in den 5.Tag und brausten mit Rückenwind nach Pisa. Bei Follonica wagten sich die ersten ins Meer und hinter Grosetto noch das Highlight dieses 270 km langen Tages mit wunderschönen toskanischen Hügeln und Ziel in Albinia.

Schließlich der letzte Tag und noch einmal hörten wir Toms Kommando: “Kommt Mädels, Tag ist kurz!“ mit Mittagsrast im historischen Tarquinia. Anschließend prüfte uns Franziskus noch einmal über unzähligen Hügeln am Wege vorbei an Barbarano Romano (altes römisches auf Felsen erbautes Städtchen) zum Lago di Bracciano. Wir erwischten eine tolle Einfahrt nach Rom und erreichten nach 200 km die Mauern des Vatikans. Durch die überdimensionalen Säulen gelangten wir auf den Petersplatz und jetzt kribbelte es auch bei den Abgebrütesten so richtig und die Glückshormone schossen voll ein.

Wir durften eine wunderbare Rad Woche  erleben, aus den geplanten 1195km wurden letztendlich über 1350km, aber wir bereuten kaum einen der zusätzlichen Kilometer, denn Umwege erweitern ja bekanntlich die Ortskenntnis. Ich möchte mich bei den Mitwirkenden und mittlerweile neuen HRC-Mitgliedern Fischer Franz, Frauwallner Robert, Krammer Josef, Klöckl Wolfgang, Nachbagauer Thomas (Altmitglied) und Stasser Wolfgang herzlich bedanken. Besonderer Dank gebührt Klöckl Wolfi für die tolle Vorbereitung der Tour und unserem Kutscher Stefan Jud, der es nicht immer leicht mit kurzfristigen Streckenänderungen hatte, aber flexibel und belastbar bis zum Anschlag war.

Na dann, vielleicht auf ein Wiedersehen nächstes Jahr auf der Champs Elysee  und wie würde Robert sagen-

Greetings
Manfred

 

Schreib einen Kommentar